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Frankreichfahrt

Unsere Frankreichfahrt mit Kindern der 3. und 4. Klassen im Mai 2026 in Kooperation mit dem Partnerschaftskomitee der Gemeinde Rottendorf

 

Am Donnerstag, den 14. Mai 2026 stiegen morgens um 5 Uhr am Dorfplatz 22 Kinder der dritten und vierten Klassen erwartungsvoll in den Bus, der alle in die Partnerregion der Gemeinde Rottendorf, ins Departement Calvados in der Normandie brachte. Mit den beiden Lehrerinnen Monika Preisendörfer und Sibylle Emmerling sowie der Studentin Norah Freund und dem Partnerschaftskomitee der Gemeinde Rottendorf freuten sie sich auf die große Reise. 

Auf dem Weg wurde Rast in Saint-Germain-en-Laye gemacht, das 20 km westlich von Paris liegt. Wir besichtigten die Parkanlage des Schlosses, in dem Ludwig der XIV geboren wurde und das bis ins 17. Jahrhundert Sitz der französischen Könige war.       

 

An der Gartenterrasse genossen wir den Blick auf Paris mit dem Stadtteil „La Defense“ und sahen in der Ferne auch den Eiffelturm. Neben der Erkundung der Anlage mit seinen Fontänen, bepflanzten Alleen und kleinen Pavillons befand sich ein Spielplatz auf dem Gelände, auf dem wir uns mit den Kindern aufhielten. Ein Regenschauer mit Hagel ließ uns dann aber schnell zum Bus zurückkehren. 

Am Abend erreichten wir unser Ziel. In Troarn stiegen die Erwachsenen mit den Jugendlichen aus, die in Gastfamilien untergebracht waren. Wir fuhren noch eine halbe Stunde weiter bis an die Küste, nach Lion-sur-Mer ins Centre „Bella Vista“, in dem wir untergebracht waren. Empfangen wurden wir von den beiden netten Betreuern, Celia und Lubin. Sie halfen uns das Gepäck bis zum Haus zu bringen und erklärten uns alles Wichtige zu unserem Aufenthalt. Nach der Zimmeraufteilung gab es ein leckeres Drei-Gänge-Menü mit Lasagne als Hauptspeise. Beim Abendspaziergang am Meer ließen wir den Tag ausklingen. In den Zimmern angekommen, schliefen bald alle ein.  

 

An allen Tagen gab es früh und abends ein abwechslungsreiches Sport- und Bewegungsangebot von Norah, bei dem die Kinder sowohl im Garten als auch am Strand gemeinsam viel Freude hatten. Es gab Frisbee-Scheiben, Rope-Seile, einen Ball zum gemeinsamen Spielen sowie Tischtennisschläger zur Auswahl. Beim Fitnessangebot und verschiedenen Aktivitäten wie „Halli-Hallo-1,2,3“ und „Schweinchen in der Mitte“ waren alle dabei. Auch bei der An- und Abreise vergnügten sich die Kinder mit einigen Spielen wie „Menschenmemory“, „Feuer-Wasser-Luft“ und „Fischer, Fischer“ die Zeit.

Am Freitag wurden wir von der Sonne und einem schönen Ausblick ans Meer geweckt. Nach dem Frühstück mit Baguette, Butter, Marmelade, Kakao, Saft, und Müsli starteten wir mit dem Bus nach Ouistreham. Dort liefen wir zuerst zum „arbre de la liberté“, einem Baum der Freiheit. Auf seinen Metallblättern trägt er Gedanken zum Frieden und zur Versöhnung und erinnert an das Ende des 2. Weltkrieges. Er ist einer von drei Bäumen, die 2014 zum 70. Jahrestag des D-Days (decision-day) geschaffen wurden. Die Friedensgedanken in französischer, englischer und deutscher Sprache lasen wir vor und dachten über ihre Bedeutung nach. Im Jahr 2024 wurden in der Nähe des Baumes 177 weitere Bäume gepflanzt, zur Erinnerung an die Landung der Alliierten an den Stränden der Normandie vor über 80 Jahren im Juni 1944.

 

Anschließend gingen wir durch die Einkaufsstraße, der „Avenue de la Mer“ zum Bummeln. Es gab in den Patisserien leckere Croissants, dazu Pain au Chocolat, Macarons und andere Köstlichkeiten, die viele Kinder probierten. Nachdem auch die passenden Souvenirs gefunden waren, besichtigten wir die historische Pfarrkirche von Ouistreham. Die Eglise-Saint-Samson stammt aus dem 12. Jahrhundert, sie ist ein bedeutendes Beispiel normannischer Romanik und steht seit dem Jahr 1840 unter Denkmalschutz. Auf dem Rückweg zurück zum Strand kamen wir am 38m hohen rot-weißen Leuchtturm vorbei, der 1905 errichtet wurde und ein bekanntes Wahrzeichen an der Küste ist. 

Nach dem gemeinsamen Picknick am Strand von Ouistreham mit frisch belegten Baguettes aus unserer Unterkunft gab es noch die Möglichkeit an der Promenade ein Eis zu essen. Nun freuten wir uns auf den Besuch von Cabourg am Nachmittag. Das mondäne Städtchen aus der Belle-Epoque mit seinem „Grand Hotel“ oberhalb vom Strand ist für ein französisches Gebäck, die „Madeleines“ bekannt, die ursprünglich aus Lothringen stammen. Der Dichter Marcel Proust hat sie durch seinen Roman „Die Suche nach der verlorenen Zeit“ in Cabourg weltberühmt gemacht. 

Unser Busfahrer setzte uns dort in der Nähe der Strandpromenade ab und wir suchten uns ein schönes Plätzchen zum Verweilen. Die Kinder erkundeten bei Ebbe den langen Sandstrand. Sie entdeckten Muscheln, Meeressschnecken und kleine Krebse, bauten Sandburgen und gingen mit den Füßen ein Stück weit in das erfrischende Meereswasser. 

 

Gegen Abend wurden wir wieder abgeholt und fuhren durch die grüne normannische Landschaft, vorbei an der bekannten Brücke von Ranville, der Pegasus Bridge, die für den Beginn der Befreiung Frankreichs im Jahr 1944 steht, zurück nach Lion-sur-Mer.

Zurück in unserer Unterkunft hatten wir freie Zeit, wir konnten draußen spielen oder uns in den Zimmern aufhalten. Der Küchenchef Thierry und sein Team versorgten uns wieder mit einem leckeren Menü. Es gab zur Vorspeise Karottensalat mit Eibröseln, dann einen Auflauf mit Fischfiletstückchen und anschließend einen Schokoladenkuchen. Nach dem Abendessen waren wir noch einmal am Strand, bevor in den Zimmern Abendruhe war.

Der Samstag war für das Kennenlernen von Lion-sur-Mer vorgesehen. Wir betrachteten zunächst die ausführliche Wetterkarte am Whiteboard in unserer Unterkunft, auf der wir den aktuell eingetragenen Wochenbericht zu Temperatur, Sonne, Regen, Wind und Wasserstand ablesen konnten und den uns Frau Preisendörfer erläuterte. Anschließend liefen wir durch den kleinen Ort bis zur Eglise Saint-Pierre, deren Glockenturm aus der Zeit von Wilhelm dem Eroberer im 11. Jahrhundert stammt. Dann gingen wir an der Strandpromenade entlang zurück zum Centre Bellavista. 

Mittags kamen Gäste aus Troarn zu Besuch: Stephanie, Thierry und Alicia waren bei uns. Wir führten unseren französischen Rap vor, Stephanie sang für uns das bekannte Chanson von Edith Piaf „Padame“ und begeisterte uns mit ihrer wunderschönen Stimme. 

Danach durften alle noch einmal am schönen Strand bei der Unterkunft verweilen. Frau Emmerling ging mit Stephanie zusätzlichen Proviant für die Rückreise einkaufen. Vor dem Essen war noch Zeit zu packen und sich für den letzten gemeinsamen Abend etwas herzurichten. Die Mädchen waren mit dem gegenseitigen Frisieren beschäftigt, so dass wir anschließend alle Frisuren bestaunen und würdigen konnten. Viele Kinder beteiligten sich am Abend am „Loup garou“, dem Werwolf-Spiel oder verbrachten in Kleingruppen die Zeit mit anderen Spielen. Wir wurden alle ein wenig wehmütig, als wir daran dachten, am nächsten Morgen abfahren zu müssen.

Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von Emma, dem Küchenchef Thierry und Sylvie, die uns ein Picknick für die Heimfahrt mitgeben. Dann stiegen alle wieder oben in den Doppeldeckerbus und machten uns nach dem kleinen Zwischenstopp in Troarn gemeinsam mit der Gruppe vom Partnerschaftskomitee auf den Weg nach Chalons-en-Champagne, unserem Zwischenstopp auf der Heimreise. Vorbei an Paris, konnten wir wieder einen Blick auf den Eiffelturm werfen, bevor die Fahrt bis Chalons ziemlich verregnet war. Dort gingen wir zunächst durch den Petit Jard zum Grand Jard (kleine und große Parkanlage), mit einem Spielplatz bei zunächst trockenem Wetter. Als uns ein Regenschauer überraschte, suchten wir Schutz unter den Spielehäuschen. Dort gab es dann belegte Baguettes, Bananen und noch Gummibärchen, die Norah uns mitgebracht hatte. 

Als es wieder trocken war, gingen wir zum Bootsanleger im Stadtzentrum von Chalons, das auch als „Venedig der Champagne“ bezeichnet wird. Die drei Wasserläufe der Mau, Nau und Marne durchziehen das Städtchen und ermöglichen einen schönen Ausblick vom Wasser aus. Während unserer Bootsrundfahrt schien auch wieder die Sonne. Die Tour führte an historischen Brücken vorbei, dabei wurde uns die Stadtgeschichte in deutscher Sprache erklärt. Die grüne, naturnahe Landschaft an den Kanälen war beeindruckend, wir entdeckten sogar einen Graureiher, der am Uferrand saß. Höhepunkt war ein Lichter- und Klangspiel in den unterirdischen Tunnelabschnitten, das alle faszinierte.

 

Dann liefen wir zügig zurück zu unserem Bus – es begann nämlich wieder zu regnen – und fuhren mit den Erwachsenen gemeinsam nach Hause. Während der langen Reise sangen wir zwischendurch Lieder auf Deutsch und Französisch, spielten Karten oder Werwolf, unterhielten uns oder schliefen. Nachts gegen 1 Uhr kamen alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene wohlbehalten und mit vielen anregenden Eindrücken wieder in Rottendorf an. 

Sibylle Emmerling für die Grundschule Rottendorf

Fotoserien

Frankreichfahrt 2026 (MI, 10. Juni 2026)

Frankreichfahrt

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Veröffentlichung

Do, 14. Mai 2026

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